Hier soll der Versuch unternommen werden, Verfahren und Ergebnisse der Verwaltungsorganisation in der früheren DDR darzustellen.
Der Betreiber dieser Internet-Plattform war über 20 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Verwaltungsorganisation (IVB) in Leipzig tätig. Von 1991 bis 2006 arbeitete er beim Rat der Stadt Leipzig, als Honorardozent war er zuätzlich für das Fach Verwaltungslehre beim Studieninstitut für kommunale Verwaltung Westsachsen tätig.
Das IVB war bis 1975 als wissenschaftliches Beratungs- und Organisationsinstut direkt dem Ministerrat der DDR unterstellt, danach der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR.
Im Zuge der deutschen Vereinigung 1989/90 wurde das IVB als ostdeutscher Brückenkopf der KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle zur Verwaltungsvereinfachung) betrachtet. Zum Jahreswechsel 1990/91 wurde das IVB abgewickelt.
Günter Springer - Direktor des Instituts für Verwaltungsorganisation u. Bürotechnik von 1960 bis Januar 1981
Nach dem Fernstudium an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft wurde Springer 1954 Diplom-Staatswissenschaftler. 1955 wurde er Vorsitzender des Rates des Bezirkes Frankfurt/Oder und 1960 folgte die Berufung zum Direktor des Instituts für Verwaltungsorganisation u. Bürotechnik in Leipzig. Im Juli 1968 erfolgte die Verteidigung der Dissertation an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum Doktor der Rechtswissenschaft. Es folgte 1971 die Verleihung der "faculta docendi", die Berufung zum Honorarprofessor für sozialistische Verwaltungsorganisation an der Akademie für Staats- u. Rechtswissenschaften der DDR. Dann 1979 die Berufung zum Ordentlichen Professor. Im Januar 1981 erfolgte die Entbindung von der Funktion als Direktor des Instituts für Verwaltungsorganisation (Leipzig) an der Akademie für Staats- u. Rechtswissenschaft, zugleich vorzeitige Emeritierung aus gesundheitlichen Gründen. Seit 1981 ist Springer im Ruhestand.