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Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 23. Januar 2009 (Stadtleben - Süd)
Jung verteidigt TunnelOberbürgermeister stellt sich in Schleußig AnwohnerfragenSchleussig Wann startet der nächste Fahrbahnausbau in der Könneritzstraße, was könnte die Parkplatznot in Schleußig lösen, wann beginnen die Baumaßnahmen am Bahnhofsvorplatz Knauthain, wie entwickelt sich die Dieskaustraße als innerstädtische Geschäftsmeile weiter – und kann es eine Zukunft für den Elsterstausee geben? Diesen und vielen weiteren Fragen von interessierten Anwohnern stellte sich Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Dienstagabend in der Aula der Grundschule Am Auwald in Schleußig. Die öffentliche Sprechstunde erfolgte auf Initiative des Stadtbezirksbeirates Südwest, der die jeweiligen Situationen vor Ort immer wieder auf seine Agenda gesetzt hatte. Der weitere Ausbau der Könneritzstraße beginne 2010, die Entwicklung der Dieskaustraße zur lebendigen Magistrale sei ein langfristiges Projekt, so Jung. Dass der Umbau des Bahnhofsvorplatzes Knauthain noch in der Warteschleife hängt, da die Fördermittel noch nicht bewilligt sind, mache auch ihn unzufrieden. Doch nicht einverstanden sei er damit, dass der Bahnhof und andere Projekte, wo es scheinbar nicht voran geht, immer wieder in Verbindung mit dem City-Tunnel gebracht werden, der von manchen Bürgern als unnötiger, kostenfressender Bau gesehen wird. Jung: „Der City-Tunnel ist ein Projekt des Freistaates Sachsen, an dem finanziell auch der Bund und die Europäische Union beteiligt sind. Der städtische Haushalt hat prozentual gesehen nur einen geringen finanziellen Teil zu tragen. Tatsache ist: Wir brauchen den City-Tunnel. Denn das Kernproblem ist, dass wir Leipziger allein nicht die nötige Kaufkraft haben, die könnten erst Bürger aus anderen Regionen wachsen lassen. Dazu aber ist eine bessere logistische Anbindung dringend nötig“, nannte er nur einen wichtigen Grund für den Bau des City-Tunnels. Ingrid Hildebrandt
Auf AugenhöheStadtchef Burkhard Jung mit Schleußigern im GesprächDer Fahrbahnausbau in der Könneritzstraße werde 2010 fortgesetzt, kündigte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Dienstag in der Grundschule Am Auwald an. Über 50 Bürger aus dem Stadtteil Südwest waren gekommen, um mit Jung, Vertretern zuständiger Ämter und dem Stadtbezirksbeirat Südwest über ihre Sorgen und geplante Projekte zu sprechen. Wann eine Ampel den Schulweg über die Könneritzstraße gefahrloser mache, wollte Corina Etzold wissen. Maßnahmen, die Schulwege sicherer machen, stehen stets auf der Agenda, so Jung, zudem es positive Nachrichten gebe: „2008 wurden in Leipzig 5200 Kinder geboren – damit ist erstmals wieder ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.“ Und der Übergang? „Mit dem Ausbau der Fußgängerampel am Knoten Schnorrstraße in der südlichen Könneritzstraße wird der Schulweg künftig auch in diesem Bereich sicherer“, sagte Torben Heinemann vom Verkehrs- und Tiefbauamt. Das Vorhaben werde im Rahmen der weiteren Ausbaumaßnahmen der Kö’, zwischen Haltestelle Rödel- und nördlicher Haltestelle Holbeinstraße, umgesetzt. Dann sollen die Fahrbahn saniert, eine neue Asphaltdecke eingezogen, die Gleise lärmmindernd eingerichtet und die Haltestelle Stieglitzstraße behindertengerecht ausgebaut werden. Vorgesehen sind zudem Streifen für Radfahrer und Stellplätze für Autos in Längsrichtung. Die Maßnahmen werden sich bis 2011 hinstrecken, so Heinemann, um sie zu realisieren, habe auch der Stadtbezirksbeirat Südwest „immer wieder Druck gemacht“. Gleiches gelte für die Situation in der Dieskaustraße. Der dortige Wohnungsleerstand sei ein Problem der ersten Reihe, so Jung: „Bürger ziehen nun mal lieber in die zweite, wo es ruhiger ist, auch wenn vieles in den letzten Jahren saniert wurde.“ Konkrete Zahlen nannte Hans-Gerd Schirmer, Amtsleiter Bauordnung und Denkmalpflege: „50 Prozent der Gebäude in der Dieskaustraße zwischen Adler und Knauthain sind saniert, weitere Häuser befinden sich im Gebäudesicherungsprogramm wie etwa die Dieskaustraße 86 oder die Ecke an der Schwarze Straße 6.“ Fördermittel zur Sanierung der Radrennbahn seien beantragt, gleiches gilt für das denkmalgeschützte Körnerhaus. Die Arbeiten am Bahnhof Knauthain sollen Mitte 2010 beginnen, doch noch sind die seit langem beantragten Fördermittel nicht bewilligt, um den Vorplatz mit Park&Ride-Anlage und anderen Projekten umzugestalten, so der Amtsleiter auf Bürgeranfrage. Weitere Nachfragen gab es zum Elsterstausee. Wie der aktuelle Stand sei, interessierte Klaus-Werner Matzelt. Der Vorsitzende des Fördervereins Elsterstausee hat bisher über 600 Unterschriften gesammelt: „Alle Bürger fordern den Erhalt des Kleinods.“ Die Stadt selbst habe keine finanziellen Mittel, jedoch liege beim Oberbergamt Freiberg eine Forderung zur Freigabe von Fördermittel vor, so Jung. Ingrid Hildebrandt_________ Informieren Sie sich:
Investitionsmittel für Sanierung der Könneritzstraße in Schleußig |