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Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Samstag/Sonntag, 22. November 2007

STICHWORT
International School

Die Leipzig International School (Lis) ist eine Ganztagesschule in freier Trägerschaft. Finanziert durch private und öffentliche Mittel unterscheidet sich dadurch von einer reinen Privatschule. Zur Lis gehören eine Vorschule (ab drei Jahre), eine Grundschule (Klassen eins bis fünf) und die Sekundarstufe (Klassen sechs bis zwölf).
Für alle Schüler gilt die erste Umgangs- und Unterrichtssprache Englisch. Deutsch wird täglich unterrichtet, getrennt nach Mutter- und Fremdsprachlern. Ab der sechsten Klasse kann Französisch gewählt werden. Als Schulgeld muss pro Monat je nach Einkommen zwischen 490 und 750 Euro entrichten werden. Für sozial Schwächere gibt es Rabatte.

M. O.

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Festakt in Schleußig – sogar die Feuerwehr rückt an

International School eröffnet saniertes Gebäude in der Könneritzstraße

Der Feueralarm ist nicht geplant: „Bitte verlassen Sie die Schule“ tönt es aus den Lautsprechern. Zu diesem Zeitpunkt ist der Festakt zur Wiedereröffnung der Leipzig International School (Lis) in der Könneritzstraße vorbei, die Schüler sind wieder unterwegs in ihre Räume. Die zahlreichen Gäste, die das für 13,5 Millionen Euro sanierte Gebäude besichtigen, nehmen den Alarm – zum Glück rückt die Feuerwehr vergebens an – mit Humor.

Sogar Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) ist gestern zum Festakt gekommen. Der Freistaat Sachsen hat 8,5 Millionen Euro Fördermittel beigesteuert, um die Sanierung zu ermöglichen. „Leipzig ist unsere sächsische Weltstadt. Hier gehört eine erfolgreiche internationale Schule auch hin“, streichelt er in seiner Rede die Seele aller Akteure, die seit Jahren für das Projekt arbeiten. Die Schule wurde 1991 von „einer Gruppe verrückter Idealisten“ gegründet, wie Christopher Smith vom Vorstand der Lis sagte. Sie hätten damals erkannt, dass eine Schule mit der Unterrichtssprache Englisch ein absolutes Muss ist, um Investoren aus aller Welt anzuziehen. Neben Wirtschaftsmanagern nutzen mittlerweile auch Mediziner, Wissenschaftler oder Künstler das Angebot für ihren Nachwuchs. Aber auch deutsche Eltern haben den Vorteil der Bildungsstätte entdeckt, die ihren Schülern die Möglichkeit bietet, international anerkannte Abschlüsse zu erwerben: Neben der mittleren Reife ist das der International Baccalaureate (Hochschulreife). Die Lis beherbergt derzeit 420 Schüler aus 42 verschiedenen Nationen.

Die Lis konnte im Sommer 2001 zunächst einen Teilbereich des ehemaligen Goerdeler-Gymnasiums in der Könneritzstraße übernehmen. Inzwischen ist das Haus komplett saniert und um einen tiefer gelegten Neubau erweitert worden. Der vom Architekturbüro Gregor Fuchshuber und Partner entworfene Mehrzweckbau dient als Sporthalle und Aula zugleich, bietet immerhin 600 Leuten Platz. Das Dach ist begehbar, dadurch sind zusätzliche Flächen für Spiele und Sportwettkämpfe entstanden. Völlig verwandelt präsentiert sich das Haus, im Dachgeschoss sind zusätzliche Kursräume entstanden. Auch eine Cafeteria gibt es. Die Gäste sind sich einig: Die Drei- bis 19-Jährigen haben ideale Bedingungen.
„Es ist ein großer Tag für die Schule und die Bildung in Leipzig“, lobt US-Generalkonsul Mark Scheland: „Die Leipzig International School charakterisiert Leipzigs Internationalität. Ich merke, dass die Jugendlichen heute in Mitteldeutschland besonders weltoffen sind.“ Auch Milbradt ist regelrecht begeistert: „Wir brauchen solche Schulen wie die Lis, um auch für das staatliche Schulsystem immer wieder Anregungen zu bekommen.“ Das gelte auch für die gelungene Architektur, die Maßstäbe für andere Schulbauten setzt. „Kein Problem, wenn wir die Fördermittel bekommen“, so ein Rathausmitarbeiter.

Mathias Orbeck

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom Samstag/Sonntag, 27./28. Oktober 2007

„Alter“ Geist in neuen Räumen

Saniertes Schulhaus in der Könneritzstraße bietet Kindern aus 42 Nationen beste Lernbedingungen

Eine freundliche Cafeteria im einstigen Gruselkeller, eine mit bunten Gummimatten ausgelegte Terrasse auf dem Turnhallendach – beides gehört zu den Extras, mit denen ab sofort die Leipzig International School (LIS) punktet. Die zurückliegenden Herbstferien nutzten Lehrer und Schüler, um aus dem Übergangsquartier in Schönefeld zurück nach Schleußig zu ziehen.

„Der alte Geist unserer Schule ist geblieben“, betonte Annemarie Webster gestern bei der Präsentation des sanierten Gebäudes in der Könneritzstraße 47. Ansonsten sei das Haus kaum wiederzuerkennen, schwärmte die Ehefrau des Rektors Michael J. Webster und Mitglied des Fördervereins. Vom hellen Anstrich für die Fassade bis zu hochmodernen „Wandtafeln“, auf die die Botschaften von Lehrern, die aus einer anderen Stadt unterrichten, übertragen werden können, reichen die Neuerungen. Für 13,5 Millionen Euro war in den zurückliegenden 15 Monaten das Anwesen, das die LIS 2001 günstig von der Stadt erhalten hatte, überholt worden.

Dass jene 8,5 Millionen Euro Fördermittel, die der Freistaat Sachsen beisteuerte, gut angelegt sind, davon überzeugte sich vor der offiziellen Übergabe der Bildungseinrichtung, die am 1. November erfolgen soll, auch Regierungspräsident Walter Christian Steinbach. „Ich bin überaus glücklich und dankbar, dass hier so ein modernes Haus entstanden ist, unter dessen Dach Kinder aus 42 Nationen lernen“, lobte er und unterstrich zugleich die Bedeutung dieser Bildungseinrichtung für die Region Leipzig. Dass die Stadt seit fünf Jahren ein kleines, aber feines Bevölkerungswachstum verweisen kann und mittlerweile als die dynamischste in Sachsen gilt, „an dieser Gemeinschaftsleistung hat auch die LIS Anteil“, sagte Steinbach. Es liege doch auf der Hand, dass sich nicht nur Wirtschaftsmanager, sondern auch Mediziner, Wissenschaftler und Künstler mit ihren Familien dort ansiedeln, wo sie auch ihren Nachwuchs gut aufgehoben wissen. So nehme es nicht wunder, dass Experten in Magdeburg, Jena oder andernorts arbeiten, ihren Wohnsitz jedoch in Leipzig haben, wo sich eine der beiden internationalen Schulen Sachsens befindet.

430 Mädchen und Jungen vom Vorschulalter bis zur Abiturstufe lernen zurzeit in der LIS. Nach der Rückkehr aus dem Interim Löbauer Straße ins topmoderne alte Haus in der Könneritzstraße verspricht sich Schulleiter Webster weiteren Zulauf: „Die Wartelisten werden wohl länger werden.“ Dabei ist die Schule auf 600 Schüler eingerichtet. In jeder Klassenstufe gibt es drei Gruppen mit jeweils rund 20 Kindern. Die größte Gruppe der Lernenden bilden übrigens mit etwa 50 Prozent deutsche Kinder, wobei der Geldbeutel der Eltern nicht den Ausschlag über die Aufnahme gebe, denn eine Vielzahl erhalte auf Antrag Stipendien.

Cornelia Lachmann

Quelle: http://www.lvz-online.de/lvz-heute/14661.html

© Leipziger Volkszeitung vom Freitag, 13. Januar 2006

Große Pläne für die International School

Mit acht Kindern ging 1992 in einer Wohnung in Gohlis alles los. Mittlerweile lernen 425 Kinder aus 42 Nationen an der Leipzig International School (LIS), an welcher die Unterrichtssprache Englisch ist.

Die Schule ist längst nach Schleußig gezogen, kann seit 2003 das Gebäude des ehemaligen Goerdeler-Gymnasiums in der Könneritzstraße 47 nutzen. Das allerdings wirkt äußerlich eher abschreckend, passt nicht so recht zum Anspruch der Schule. Doch das soll sich nun ändern.

Die Architekten Gregor Fuchshuber und Partner haben ein Projekt vorgelegt, um das Haus zu sanieren und zu erweitern. Etwa 11,1 Millionen Euro kostet das, der Freistaat Sachsen steuert 7,8 Millionen Euro bei. Gestern übergab Regierungspräsident Christian Walter Steinbach (CDU) den Fördermittelbescheid. "Eine Stadt ohne internationale Kultur kann nicht reich werden", sagte er. Für ihn sei es keine Frage, dass eine pulsierende Großstadt wie Leipzig so eine internationale Einrichtung habe müsse. Deshalb fördere der Freistaat sie gern.

"Baubeginn wird bereits im Juni 2006 sein", sagte Christopher Smith, der Vorsitzende des Trägervereins, glücklich. Immerhin hat der Verein viele Jahre lang um die Sanierung gekämpft, muss nun allerdings bis zum nächsten Jahr weiteres Geld bei Unternehmen oder edlen Spendern einwerben.

Geplant ist, den denkmalgeschützten Altbau komplett zu modernisieren. "Im Dachgeschoss entstehen zusätzliche Räume für Kunst und Musik", erläuterte Smith. Die bisherige Turnhalle wird abgerissen, durch einen tiefer gelegten Neubau ersetzt. Das Dach des Mehrzweckbaus soll begehbar sein, um zusätzliche Flächen für Spiele und Sportwettkämpfe zu schaffen. Das neue Haus dient als Turnhalle und Aula gleichermaßen, bietet bis zu 600 Personen Platz.

Während der Bauarbeiten ziehen die Kinder in ein anderes Gebäude, wahrscheinlich in Schönefeld. Die International School ist auf Zuwachs eingestellt, will auf über 700 Schüler wachsen. An der Ganztagsschule werden Kinder ausländischer Investoren, von Managern oder Familien unterrichtet, die häufig ihren Wohnort - auch über Ländergrenzen hinweg - wechseln müssen. Sie legen daher großen Wert darauf, dass ihre Sprösslinge eine gediegene Ausbildung erhalten und perfekt Englisch sprechen. "Viele Unternehmen wie BMW achten darauf, dass ihre Manager auch international mobil sind", erklärt Smith.

Die Einrichtung verstehe sich aber nicht als Elite-Schule. Wegen der finanziellen Lage der Eltern werde niemand ausgeschlossen, heißt es. Die Eltern müssen allerdings Schulgeld bezahlen, für Vollzahler sind das immerhin 440 Euro monatlich, in der 11. und 12. Klasse sogar 650 Euro. "Gutsituierte zahlen mehr, es gibt aber auch Ermäßigungen", so Annemarie Webster vom Förderverein.

Aufgenommen werden Kinder ab drei Jahren in der Vorschule, die dann über Kindergarten und Grundschule bis zur 12. Klasse bleiben können. Sie legen dort das Internationale Baccalaureat (IB) ab, das weltweit als Hochschulreife anerkannt ist. Die Lehrer sind Muttersprachler, unterrichten neben Englisch auch Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Chinesisch. Letztes wird künftig - da in der Weltwirtschaft immer mehr gefragt - ausgeweitet.

Mathias Orbeck


LIS in der Schleußiger Könneritzstraße


Quelle: Leipziger Rundschau vom 25. Januar 2006

Leipzig International School im Aufwind

Lang ersehnter Fördermittelbescheid ermöglicht umfangreiches Bauvorhaben.

Mit einem Fördermittelbescheid des Freistaates über 7,8 Millionen Euro in der Tasche suchte Regierungspräsident Walter Christian Steinbach kürzlich die Leipzig International School auf.
An Christopher Smith, den Vorstandsvorsitzenden der Schule, gewandt, räumte er freimütig ein: "Sie wissen gar nicht, was für ein Stein uns vom Herzen fiel, dass es nun klappte." - "Uns auch!" lautete dessen prompte und nur allzu verständliche Ergänzung. Endlich, nach einer Wartezeit von 25 Monaten, ist dem Antrag auf Realisierung der Ganztagsschulmaßnahme seitens der Behörden stattgegeben worden. Die bewilligten 7,8 Millionen Euro sind bitter nötig, denn rein äußerlich ist mit dem ehemaligen Goerdeler-Gymnasium in der Könneritzstraße wahrlich kein Staat zu machen. Und für die derzeit 430 Schüler gibt es hinsichtlich der Räumlichkeiten bei der Realisierung des Ganztagsschulkonzeptes auch reichlich Handlungsbedarf.

Die Freude des Regierungspräsidenten über den nun in greifbare Nähe rückenden Sanierungsbeginn ist vor allem in der Bedeutung der Bildungseinrichtung für Leipzig und Mitteldeutschland begründet. Die Schule trage wesentlich zur Internationalisierung bei, was wichtig sei, denn "eine Stadt ohne internationale Kultur kann nicht reich werden". Immerhin entstammen die Schüler der Leipzig International School 42 unterschiedlichen Nationen. Darüber hinaus gilt eine derartige Bildungseinrichtung - International Schools gibt es deutschlandweit gut ein Dutzend - als "weicher Standortfaktor". Das heißt: International agierende Unternehmen legen ihrer Entscheidung über eine Ansiedlung auch Kriterien wie die Bildungsmöglichkeiten für Kinder aus Ingenieurs- und Managerfamilien zugrunde, denen internationale Mobilität - eben auch beim Schulbesuch des Nachwuchses - wichtig ist. Deshalb ist die Unterrichtssprache ab der ersten Klasse auch Englisch, unterrichten vorwiegend englische Muttersprachler an der International School, basiert der Unterricht auf internationalen, weltweit anerkannten Lehrplänen.

"Weicher Standortfaktor"

Die Bedeutung einer International School für Leipzig war schon unmittelbar nach der politischen Wende erkannt worden. So gründete sich 1991 unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Generalkonsuls der USA, Todd Becker, und des ersten "Nach-Wende"-Oberbürgermeisters, Hinrich Lehmann-Grube, ein Trägerverein. Bereits im Jahr darauf konnte der Schulbetrieb aufgenommen werden - mit acht Kindern in einem Privathaus in der Gohliser Kirschbergstraße. Der Schülerzuwachs erforderte den Umzug zunächst in die Ratzelstraße nach Grünau und schließlich - 2003 - in die Könneritzstraße. Doch damit ist die Odyssee noch nicht beendet. Schüler und Lehrer werden noch einmal Kisten und Koffer packen müssen. Denn dank des Fördermittelbescheides können die Baumaßnahmen in Schleußig, die keinen parallel stattfindenden Lehrbetrieb zulassen, im Juni starten. Als Ausweichquartier - voraussichtlich für eineinhalb Jahre - favorisiert der Vorstand ein leer stehendes Schulgebäude in Schönefeld.

Lücke von 3 Millionen Euro

Doch bis dahin hat der Vorstand noch eine harte Nuss zu knacken. Spätestens im Juli ist der bei einem Investitionsvolumen von 11,8 Millionen Euro gesetzlich geforderte Eigenanteil von 3 Millionen Euro vorzuweisen. Hierfür wurde vom Förderverein der Leipzig International School der New Building Fund ins Leben gerufen, der aus Spenden und Sponsorengeldern gespeist werden soll.

Das Areal des früheren Goerdeler-Gymnasiums wird nach den Baumaßnahmen - diese sollen im Oktober 2007 ihren Abschluss finden - kaum wiederzuerkennen sein. Die Pläne erarbeitete das Architektenbüro Fuchshuber & Partner, die Bauleistungen werden international ausgeschrieben. Das denkmalgeschützte Schulgebäude wird in neuem Glanz erstrahlen. Dort werden im Erdgeschoss der Kindergarten untergebracht, darüber die Unterrichtsräume. Jene für Musik und Kunst sollen im ausgebauten Dachgeschoss Platz finden. Die in die Jahre gekommene Turnhalle an der Rückseite wird einem "tiefer gelegten", aus Stahlbeton errichteten und keramisch verkleideten Neubau weichen, der Horträume und eine als Aula für bis 600 Personen nutzbare Mehrzweckhalle aufnehmen wird. Der Clou: Das begehbare Dach macht die überbaute Fläche des Schulhofs wett und lädt die Schüler in den Pausen zum Aufenthalt im Freien ein.

Der Stein, der Regierungspräsident Walter Christian Steinbach und Vorstandsvorsitzenden Christopher Smith vom Herzen fiel, bringt nicht nur baulich allerhand ins Rollen. Durch die neuen Gegebenheiten wird es auch möglich sein, den Unterrichtsbereichen Informationstechnologie, Musik und Sprachen - hierbei vor allem Chinesisch - breiteren Raum zu geben, die Schülerzahl perspektivisch auf 720 zu steigern.

Die Leipzig International School besitzt seit 2002 den Ersatzschulstatus und ist eine Ganztagsschule, bestehend aus Vorschule (ab 3 Jahre), Grundschule (Klassen 1 bis 5) und Sekundarstufe (Klassen 6 bis 12). Die Unterrichtssprache ist Englisch, ab der 6. Klasse kann Französisch gewählt werden. Nachmittags werden Spanisch, Portugiesisch und Chinesisch in AGs angeboten. Die mittlere Reife kann nach Bestehen der Prüfungen des International General Certificate of Secondary Education (IGCSE) erworben werden. Mit dem Abschluss des International Baccalaureat (IB) erwerben die Schüler eine weltweit anerkannte Hochschulreife. Kleine Klassen, unterrichtende Muttersprachler - all das hat seinen Preis. So sind Schulgebühren zu entrichten, die aber im Vergleich mit internationalen Schulen in den alten Bundesländern nach eigenen Angaben erschwinglich seien.

Heiko Betat

Infos: www.intschool-leipzig.com


Lage der Schule

 hier zur offiziellen WebSite der Leipzig International School