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Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 4. Dezember 2009 (Beilage)
Parkproblem bleibtStadtbezirksbeirat Südwest zieht BilanzLeipzig-Südwest Eine positive Bilanz seiner Arbeit zog der Beirat Südwest auf seiner jüngsten Sitzung. Vieles habe man in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht, sagte der bisherige Vorsitzende des Gremiums Johannes Dohmen. Gemeinsam mit Bürgern, der Stadt und zuständigen Einrichtungen habe man nach Lösungswegen für die verschiedensten Probleme gesucht und trotz der klammen Finanzsituation auch vielfach gefunden.
Ingrid HildebrandtQuelle: Leipziger Volkszeitung vom 16. Mai 2009 (Seite 17)
„Dann ist hier die Hölle los“Rathaus legt Pläne zur Linderung der Parkplatznot vor: Schleußiger müssen Kompromisse machenÜberraschende Ergebnisse hat ein Modellprojekt zur Linderung der Parkplatznot in Leipzigs Gründerzeitvierteln gezeigt. Experten der Stadtverwaltung hatten dazu am Beispiel Schleußigs exemplarisch untersucht, wie sich zusätzliche Stellplätze schaffen lassen. Das Fazit: In Schleußig müssen die Zustände wohl erst noch schlimmer werden, um Verbesserungen möglich zu machen. Die Rathaus-Experten stellten ihre Untersuchung in der Aula der Schule am Auwald vor. Dabei wurde betont, die unter Parkplatznot leidenden Schleußiger hätten bei einer Umfrage des Helmholtzzentrums für Umweltforschung (UFZ) Angaben gemacht, die eine Lösung des Problems praktisch kaum zulassen. „82 Prozent der Befragten erklärten, sie wollen ihre Straßenbäume unbedingt erhalten“, so Torben Heinemann vom Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA). Seine Mitarbeiter hätten deshalb an konkreten Straßen ausgerechnet, wie viele neue Stellplätze durch einen solchen Umbau des Trassenquerschnitts geschaffen werden könnten. „Mit Investitionen von 770 000 Euro ließen sich 40 Abstellplätze schaffen“, erläuterte der Abteilungsleiter für generelle Planung das Ergebnis. In einem anderen Fall seien 530 000 Euro nötig, um 47 zusätzliche Flächen entstehen zu lassen; unweit davon 425 000 Euro für 35 neue Plätze. „Es ist nicht vertretbar, mit so großen öffentlichen Summen so wenige Stellplätze zu schaffen“, erklärte Heinemann. Ähnlich sei es mit der Errichtung von Parkhäusern. „Bei der Umfrage haben die meisten Befragten erklärt, dass sie nur 20 Euro im Monat für das Parken ausgeben würden“, zitierte der Experte. „Unsere Untersuchungen haben aber ergeben, dass ein neuer Tiefgaragenstellplatz monatlich rund 70 Euro kosten müsste, bei einem Parkhausneubau wären sogar 120 Euro im Monat erforderlich.“ Heinemann hielt auch einen Werbezettel hoch, mit dem ein Schleußiger Supermarkt Mieter für seine neu geschaffenen Tiefgaragenplätze sucht. Dieser komme auf ähnliche Mietpreise, sagte der Abteilungsleiter. „Und er findet offenbar nicht genug Autobesitzer, die sie zahlen. Sonst würde er nicht so werben.“ Anderen Investoren würde es wohl ähnlich ergehen. Einige Zuhörer erklärten, im Viertel sei jeder Innenhof idyllisch begrünt und deshalb der Erhalt der Straßenbäume nicht zwingend nötig. Andere begründeten die geringe Zahlungsbereitschaft damit, dass derzeit in Schleußig kostenlos geparkt werden könne, weil die Stadtverwaltung das Abstellen auf den überbreiten Gehwegen toleriere. Die Botschaft: Wenn die Stadt diese Parksünder zur Kasse bittet, werde die Zahlungsbereitschaft sprunghaft steigen. Heinemann ließ durchblicken, dass dies nicht ausgeschlossen ist. „Wenn durch das Gehwegparken ein Bewohner ernstlich verletzt wird, dann ist hier die Hölle los“, kündigte er mit Blick auf die Parksünder an. Das Rathaus erwarte jetzt Kompromissangebote aus dem Viertel. Außerdem werde das Aufstellen von Parkuhren geprüft, um ortsfremde Parker abzuschrecken. Anwohner könnten dann für etwa 30,70 Euro einen „Bewohnerparkausweis“ erwerben. Andreas Tappert
© STANDPUNKT Von Andreas TappertIm Parkstreit ist Kompromiss nötigAuch wenn es manche Bewohner von Leipzigs Gründerzeitvierteln nicht hören möchten: Wenn Parken fast nichts kosten soll und kein Straßenbaum für neue Stellflächen geopfert werden darf, ist das Parkchaos vor ihrer Haustür nicht zu beseitigen. Niemand kann im Ernst erwarten, dass die Stadt 10 000 Euro für jede neue Stellfläche investiert – ohne Aussicht, damit die Parkplatznot wirklich zu entschärfen. Denn allein im Viertel rund um die Brockhausstraße fehlen 300 Stellflächen.
eMail: a.tappert@lvz.de Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 25. März 2009 (Lokalseite)
Schleußiger Parkchaos: Kein Ende in SichtRathaus will für Straßenumgestaltung keine Bäume opfern / Vage Hoffnung auf neuen StadtentwicklungsfondsDie Schleußiger können nicht damit rechnen, dass die Stadtverwaltung in absehbarer Zeit das Parkchaos vor ihren Haustüren lindert. Dies geht aus einem Zwischenbericht hervor, den das Rathaus gestern auf Nachfrage bestätigte. „Wir bleiben aber an dem Thema dran“, kündigte Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) an. Denkbar sei zum Beispiel, dass die öffentliche Hand den Bau von Parkpaletten mit einem geplanten Stadtentwicklungsfonds fördert. Zur Nedden greift mit diesem Vorstoß eine Forderung des Bürgervereins Schleußig auf, der im Rathaus „mehr Kreativität“ zur Lösung des Parkchaos’ angemahnt hat. „Die Stadt muss ein Pilotprojekt zur Linderung der Parkplatznot starten und mit Fördermitteln – zum Beispiel von der Europäischen Union – helfen“, hatte Bürgervereinsvorsitzender Tobias Hönemann im Dezember in dieser Zeitung gefordert. Mit dem neuen Stadtentwicklungsfonds soll offenbar genau dies geschehen: Brüssel hat sie europaweit angeregt, um Projekte möglich zu machen, die sich mit einer normalen Bankfinanzierung nicht anschieben lassen. Der Fonds soll mit Fördermitteln von EU, Bund, Land und Kommune gefüllt und das Geld anschließend in Projekte investiert werden, die stadtpolitisch erwünscht sind und sich langfristig rechnen. „Wir können uns vorstellen, auch den Bau von Parkpaletten in Schleußig über einen Stadtentwicklungsfonds zu finanzieren“, erklärte zur Nedden. Das ausgereichte Geld könnte dann „mittel- und langfristig“ über die eingenommenen Parkgebühren in den Fonds zurückfließen. „Eigentlich sollte es den Fonds schon längst geben“, sagte zur Nedden. „Ich gehe davon aus, dass er spätestens im nächsten Jahr steht. Nach dem Stand der Vorbereitung könnte das aber auch noch dieses Jahr gelingen.“ Allerdings stünden schon „eine Reihe von Projekten auf der Warteliste“ und eine Parkpalette aus Schleußig sei noch nicht darunter. Interessenten könnten sich aber im Rathaus melden, dort würden die Projekte dann geprüft. Offenbar denkt die Stadt außerdem über eine Entschärfung ihrer umstrittenen Straßenausbaubeitragssatzung nach. Denn diese schreibt vor, dass zum Beispiel die Grundstücksbesitzer an der Schleußiger Brockhausstraße 75 Prozent der Kosten einer Umgestaltung tragen müssten – Betroffene nennen dies „eine kalte Enteignung“. Zur Nedden: „Es wird eine Arbeitsgruppe geben, die sich nochmals mit dem Inhalt der Satzung beschäftigt.“ Torben Heinemann vom Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt erklärte, dass auch der Vorschlag des Bürgervereins geprüft wurde, einen Teil der riesigen Industriebrache zwischen Erich-Zeigner-Allee, Zschochersche, Limburger und Eduardstraße als Parkfläche für die Anwohner der Brockhaus- und Holbeinstraße herzurichten. „Wir haben sogar ein Betreiberkonzept entwickelt, aber der Eigentümer will die Flächen dafür nicht nutzen.“ Auch die Besitzer anderer Brachflächen hätten erklärt, dass ihre Areale dafür zu wertvoll seien. Heinemann zitierte auch aus der Studie des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, nach der die Schleußiger nicht bereit sind, „ihre Straßenbäume gegen Autos“ einzutauschen (die LVZ berichtete). „Ohne Eingriffe in den Baumbestand lassen sich aber nicht die hohen Mittel rechtfertigen, die für die Umgestaltung der Straßen notwendig sind“, sagte Heinemann. Wie berichtet, plädieren viele Anwohner für einen Rückbau der bis zu sechs Meter breiten Fußwege. Baubürgermeister zur Nedden stellte klar, dass die Stadt jetzt keine Politessen einsetzen wird, um in Schleußig alle Gehwegparker abzustrafen. „Aber wer in Gefährdungsbereichen parkt – zum Beispiel in Feuerwehrzufahrten – muss mit Sanktionen rechnen.“ Alle Untersuchungsergebnisse will die Stadt im Frühjahr vor Ort in einem Bürgerforum vorstellen. Andreas TappertQuelle: Leipziger Volkszeitung vom 8. Dezember 2008 (Lokalseite)
„Wir brauchen mehr Kreativität“Die Schleußiger wollen ihre Parkprobleme durch Umbau von Straßen lösen – und suchen GeldgeberFür die Parkplatznot in Schleußig zeichnen sich Lösungen ab: Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) haben Möglichkeiten vorgeschlagen, durch die sich zum Beispiel das Parkplatz-Defizit in der Brockhausstraße von knapp 200 auf 25 Stellflächen reduzieren lässt. Der Bürgerverein Schleußig ist positiv überrascht – im Rathaus wird das Papier jetzt ausgewertet. Die Erkenntnisse sollen auch für andere Stadtteile nutzbar gemacht werden, heißt es. Wie berichtet, hatte der HTWK-Lehrstuhl für Verkehrsplanung angeboten, den Parkraumbedarf und das Parkraumangebot zu ermitteln sowie Optimierungen in den öffentlichen Straßenbereichen zu untersuchen. „Die Studenten haben unter Leitung von Professor André Sossoumihen sehr kompetent und praktisch orientiert gearbeitet“, lobt Bürgervereinsvorsitzender Tobias Hönemann. So haben die Untersucher zum Beispiel mit zwei Verkehrszählungen ermittelt, dass derzeit in ganz Schleußig effektiv 337 Stellplätze fehlen – und die Eigentümer dieser Fahrzeuge nur auf die extrem breiten Fußwege ausweichen können, was das städtische Ordnungsamt als Gefahrenquelle einstuft und deshalb am liebsten mit Knöllchen komplett unterbinden will (die LVZ berichtete).
Zu den wenigen Flächen, für die dies nicht gilt, zählt die riesige Industriebrache zwischen Erich-Zeigner-Allee, Zschochersche, Limburger und Eduardstraße. Dort könnten Teilflächen vielleicht noch erschwinglich erworben werden, heißt es. Wenn die Stadt diese Areale zur Linderung der Parkplatznot in Schleußig sichere, könnten Autofahrer aus der Brockhaus- oder der Holbeinstraße dort parken.
Die größten Effekte verspricht allerdings die Umgestaltung jener Straßen, in denen die Parknot besonders groß ist. Die Untersuchungen der HTWK-Studenten ergaben, dass sich zum Beispiel in der Brockhausstraße durch die Reduzierung der überbreiten Fußwege auf 3,30 Meter das dortige Parkplatz-Defizit von knapp 200 auf rund 25 Stellflächen reduzieren ließe – inclusive des Anpflanzens von 27 neuen Bäumen.
Hönemann & Co. wollen deshalb das Rathaus dazu bewegen, neue Wege zu beschreiten. „Die Stadt muss in Schleußig ein Pilotprojekt zur Linderung der Parkplatznot starten und mit Fördermitteln – zum Beispiel von der Europäischen Union – helfen“, fordert der Vereinsvorsitzende. „Wir brauchen mehr Kreativität“, meint er. „Es gibt Lösungswege. Aber die haben die Verkehrsplaner bislang verschlafen. Und das können sie jetzt nicht auf dem Rücken der Leute austragen. Wenn sie jetzt wieder nichts tun, wird alles in einigen Jahren noch schlimmer.“ Andreas Tappert
© Standpunkt Von Andreas TappertStadtpolitik muss gegensteuern Das Problem der Schleußiger ist kein Einzelfall: Wer am späten Abend durch Leipzigs Gründerzeitviertel fährt, entdeckt viele Straßen, in denen Autofahrer in der zweiten Reihe auf Fußwegen parken. Das macht niemand aus Spaß, sondern nur, wenn er keinen anderen Stellplatz findet. Sollte die Attraktivität der innenstadtnahen Viertel weiter wachsen – was sich viele Stadtpolitiker wünschen – wird die Parkplatznot dort bald noch größer und die Wohnqualität schlechter. Eine vorausschauende Stadtpolitik steuert solchen Entwicklungen rechtzeitig entgegen. In Zeiten knapper Kassen könnte das auch heißen, dass das Amt für Stadterneuerung nicht nur Städtebaufördermittel zur Aufwertung von Brachen in benachteiligten Gegenden wie den Leipziger Osten akquiriert, sondern sich auch für neue Parkflächen in den innenstadtnahen Vierteln einsetzt. Die Fördergelder kämen dann auch mal jenen zugute, die den größten Teil des Steuereinkommens der Stadt erwirtschaften. Unfair ist das nicht. Denn ohne die dort wohnenden Leistungsträger wären Leipzig und seine benachteiligten Viertel viel ärmer dran. eMail: a.tappert@lvz.de Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 2. Juli 2008 (Seite 15)
Umfrage: Stadt muss Parkchaos lösenHelmholtz-Forscher legen Bericht vor / Zahlungsbereitschaft genervter Autobesitzer wächstJetzt liegen erstmals verlässliche Informationen darüber vor, wie sich die Schleußiger mehrheitlich die Lösung der Parkprobleme im Stadtteil vorstellen: Nur eine verschwindende Minderheit will ihre Autos außerhalb Schleußigs parken. Stattdessen fordern die Bürger, dass die Stadt auf öffentlichen Brachflächen zusätzliche Parkplätze schafft, die in maximal fünf Fußminuten erreicht werden können. Einige würden dafür sogar tiefer in die eigene Tasche greifen. Dieser Grundtenor wurde bei der Auswertung der Fragebogen-Aktion ermittelt, für die Wissenschaftler des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) 4000 Schleußiger Haushalte angeschrieben hatten (die LVZ berichtete). Obwohl nur 1082 Fragebögen (rund 27 Prozent) ausgefüllt zurückgesandt wurden, gehen die Forscher davon aus, dass die festgestellten Trends die Auffassung der meisten Schleußiger widerspiegeln. Aus den Fragebögen geht auch hervor, dass sich die Bewohner ein behutsames Vorgehen bei der Lösung ihrer Parkprobleme wünschen. So spricht sich eine überwältigende Mehrheit dagegen aus, dass das Ordnungsamt die auf den Bürgersteigen parkenden Autos generell als Ordnungswidrigkeit ahndet oder sie gar kostenpflichtig abschleppen lässt. Auch Sanktionen gegen Radfahrer, die auf Bürgersteigen unterwegs sind, werden von einer deutlichen Mehrheit abgelehnt. Die Schleußiger sind auch dagegen, dass in ihren begrünten Hinterhöfen oder auf den Grünflächen vor den Häusern zusätzliche Parkflächen entstehen. Das Fällen von Bäumen am Straßenrand wird vehement abgelehnt. Deutliche Zustimmung gibt es jedoch für die Umgestaltung von Brachflächen zu Parkplätzen. Eine Mehrheit der Schleußiger hält nichts davon, in ihrem Viertel das Straßenbahn- und Busnetz auszubauen. Sie wollen aber mehr Fahrrad- und bessere Fußwege. Und eine überwältigende Mehrheit fordert von den Verkehrsbetrieben, dass sie in ihren Straßenbahnen und Bussen das kostenlose Mitnehmen von Fahrrädern einführt – um so den Einsatzradius dieses alternativen Fortbewegungsmittels auszuweiten. Ähnlich einhellig ist die Meinung darüber, wer das Parkchaos im Viertel lösen soll: Sowohl die Autobesitzer als auch die Mitglieder autoloser Haushalte meinen, dies müsse die Stadt Leipzig bewerkstelligen – am besten im Schulterschluss mit den Hauseigentümern und allen Autobesitzern. Was diese tun sollten, haben die Helmholtz-Forscher ebenfalls ermittelt. Danach wollen die Schleußiger, dass die im öffentlichen Raum neu zu schaffenden Parkplätze nicht weiter als fünf Fußminuten von ihrer Wohnung entfernt sind. Dass dies nicht einfach umzusetzen ist, scheint den meisten bewusst zu sein: Die Mehrheit gab an, dass sie im Schnitt bis zu 20 Euro im Monat für solche Angebote zahlen würde. Die federführende Wissenschaftlerin Sylvia Harms hält dies für bemerkenswert: Mit so wenig Geld könnten zwar allein keine neuen Stellplatz-Angebote finanziert werden, sagt sie. Aber die Summe sei immerhin ein Richtwert, mit dem die Stadt bei Verbesserungen im Viertel kalkulieren könne. „Diese Bereitschaft hat uns überrascht“, so Harms. Die Wissenschaftler wollen im nächsten Monat einen Abschlussbericht vorlegen und dabei die Werte hochrechnen. Der Bürgerverein will sie dann mit Detail-Untersuchungen im Oktober öffentlich vorstellen. Dies gilt auch für das Ergebnis einer Untersuchung des Lehrstuhls für Verkehrsplanung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). Sie ermittelt noch den Parkraumbedarf sowie das Parkraumangebot unter Berücksichtigung aller möglichen Optimierungen in öffentlichen Straßenbereichen. „Die ersten Hochrechnungen besagen, dass Abstellmöglichkeiten für rund 600 Autos fehlen“, sagt Bürgervereinsvorsitzender Tobias Hönemann. „Jeder Schritt, der diese Zahl verringern hilft, ist ein Schritt nach vorn.“ Für ihn zeichnet sich bereits ab, dass auch die Hauseigentümer stärker in die Problemlösung eingebunden werden müssen. Andras Tappert ______ © Standpunkt Von Andreas TappertMühsamDas Ergebnis der Fragebogen-Aktion ist nicht nur für die Schleußiger interessant, sondern auch für Leipzigs Stadtpolitiker. Denn ähnliche Parkprobleme gibt es in vielen anderen Stadtteilen – und dort wird die Mehrheit der Bewohner nicht anders denken als in Schleußig. Für die Mannschaft im Rathaus heißt das: Wer Politessen losschickt und Falschparker abstrafen lässt, ohne gleichzeitig vernünftige Stellplatzangebote zu offerieren, muss mit Ärger rechnen. Wenn es sich dabei gleich um 600 Fahrzeuge handelt, droht sogar eine kleine Revolte. Oberbürgermeister Burkhard Jung hat also klug entschieden, als er vor ein paar Monaten das Ordnungsamt stoppte und die Suche nach Lösungsmöglichkeiten für das Schleußiger Parkchaos anschob.
eMail: a.tappert@lvz.de Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 16. Juni 2008 (Seite 18)
FDP fordert neue Parkplätze für SchleußigMorlok warnt vor „Knöllchenjagd“ und schlägt vor, Baugelder aus Stellplatzablösegebühren zu gewinnenIm Streit um das Parkchaos in Schleußig (die LVZ berichtete) bezieht die Leipziger FDP Position. „Wenn die Stadt jahrelang das Parkplatzproblem kennt, aber keine Lösung erarbeitet, dann kann sie nicht auf Knöllchenjagd fürs Stadtsäckel gehen“, warnt Sven Morlok, FDP-Kreisvorsitzender und selbst Stadtrat. Den Vorschlag, die Schleußiger sollten auf Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, nennt der Liberale „vollkommen weltfremd und nicht durchsetzbar“. Die Schleußiger seien auf ihre Autos angewiesen, denn kaum jemand leiste sich heute noch ein Auto aus reiner Bequemlichkeit, dafür sei es viel zu teuer geworden. „Arbeitgeber verlangen flexible und mobile Mitarbeiter – aber das schließt ein, dass die Arbeitnehmer ihr Auto wohnortnah zur Verfügung haben und nicht ganze Stadtteile durchqueren müssen, um zu ihm zu gelangen“, so der Liberale. Außerdem klaffe in Schleußig eine große Lücke zwischen Kita-Plätzen und Nachfrage. „Wer seine Kinder aber in weit entfernte Kitas bringen muss und zudem noch Beruf und Wochenendeinkäufe unter einen Hut bekommen will, der braucht nun mal ein Auto.“ Die Stadt mache einen verheerenden Fehler, wenn sie versuche, ihre Bürger umzuerziehen.
A. T.Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 3. Juni 2008 (Seite 17)
„Suggestiv und tendenziös“In Schleußig sorgen eine Fragebogen-Aktion und der Test des Helmholtz-Zentrums für UnmutEinen Sturm der Entrüstung hat in Schleußig der Test des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) ausgelöst. Die Forscher hatten herausgefunden, dass sich in dem von Parkplatznot gebeutelten Stadtteil ein Leben ohne Auto leichter organisieren lässt, als erwartet (die LVZ berichtete). „Das ist ein idealer Vorwand für die Stadt, nichts zur Lösung zu tun“, heißt es nun im Stadtteil. Auch eine Fragebogen-Aktion, die zur Lösung des Problems beitragen sollte, sorgt für Unmut. Als Alfonso de Toro aus der Brockhausstraße 14 den mehrseitigen Fragebogen las, traute er seinen Augen nicht. Denn der Literaturwissenschaftler stieß auf Fragestellungen und Formulierungen, die aus seiner Sicht „suggestiv sind und bei den befragten Schleußigern tendenziöse Antworten“ provozieren. So wird gefragt, ob sich die Schleußiger durch Autofahrer bedroht fühlen, wenn diese versuchen, ihr Auto auf dem Gehweg zu parken. „So wird erst Angst vor Autofahrern erzeugt“, meint de Toro. „Dabei ist bei uns noch nie jemand auf dem Gehweg in beängstigende Situationen gekommen. Oft ist die Gefahr durch Radfahrer größer.“ Gefragt wird auch, ob die Schleußiger ihre Kinder nicht auf dem Gehweg spielen lassen, weil sie Angst davor haben, dass sie von einem ein- oder ausparkenden Auto angefahren werden. „Damit werden Autofahrer zu Monstern gemacht“, ärgert sich Frank Lehmann aus der Brockhausstraße 34. „Wir haben alle Kinder und passen extrem auf, dass niemand zu Schaden kommt.“
Das Fass zum Überlaufen hat für viele aber erst der Test des Helmholtz-Zentrums gebracht, bei dem zehn Schleußiger Haushalte ihr Auto einen Monat lang in einem Parkhaus außerhalb des Stadtteils abstellten. Obwohl die zehn Familien fast ausnahmslos klar kamen (die LVZ berichtete), ist die Empörung groß. „Der Test geht von der irrigen Annahme aus, dass es den Schleußigern freigestellt ist, auf ihr Auto zu verzichten“, sagt Lehmann. „Aber hier wohnen viele so genannte Leistungsträger, deren Arbeitgeber erwarten, dass sie jederzeit flexibel und mobil sind.“
Der Schleußiger Bürgervereinsvorsitzende Tobias Hönemann erklärte gestern, dass die Fragebogen-Aktion auf Wunsch der Stadt durchgeführt und auch von ihr bezahlt wurde. „Wir haben den Inhalt der Fragen hart diskutiert“, so Hönemann. Am Ende habe sich aber das Helmholtz-Zentrum durchgesetzt, das die Fragen erarbeitet hatte. Auch den Test sieht Höhnemann kritisch. „In Schleußig haben die meisten Leute Arbeit“, sagt er. „Da ist es blind und kurzsichtig gedacht, das Auto in einem anderen Stadtteil abzustellen. Zumal dort die Flächen auch benötigt werden.“ Trotzdem erwartet er die Auswertung der Fragebogen-Aktion mit Spannung. Von den 4000 verteilten Exemplaren sind rund 1000 ausgefüllt zurückgeschickt worden. Am 30. Juni soll die Auswertung des Helmholtz-Zentrums vorliegen. Dann wird beraten, welche Schritte zur Lösung des Parkplatzproblems in Schleußig unternommen werden. „Es ist schade, dass viele Kritiker den Bogen nicht mit ihren Bemerkungen zurückgeschickt haben“, sagt Hönemann. „Ihre Meinung fehlt jetzt.“ Andreas TappertQuelle: Leipziger Volkszeitung vom 28. Mai 2008 (Seite 17)
Parkchaos: Schleußiger steigen umZehn Haushalte haben versucht, ihr Auto einen Monat lang in einem anderen Stadtteil zu parken Das Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) hat eine ungewöhnliche Aktion gestartet, um den Schleußigern bei der Lösung ihrer Parkplatznot zu helfen: Zehn Haushalte wurden gebeten, einen Monat lang ihr Fahrzeug außerhalb des Stadtteils zu parken. Das Ergebnis dieses Tests war verblüffend. Fast alle Probanten stellten fest, dass sich ein Leben fast ohne Auto leichter organisieren lässt, als erwartet. Die erste Überraschung gab es schon bei der Suche nach den Test-Haushalten. 25 Familien und Wohngemeinschaften erklärten sich dazu sofort bereit – mehr als doppelt so viele, wie gebraucht wurden. „Wir wollten keine Leute, die in der Öffentlichkeit als ,Öko-Spinner‘ abgetan werden“, betont Wissenschaftlerin Sylvia Harms, die das Projekt begleitete. Mitmachen durfte zum Beispiel die dreiköpfige Familie von Agnes Gensichen und Markus Zink aus der Holbeinstraße 17. Sie stellte ihren VW-Caddy einen Monat lang nicht mehr im Parkchaos von Schleußig ab, sondern im Parkhaus Gießerstraße – also außerhalb des Stadtteils, gute 20 Fußminuten von der eigenen Wohnungstür entfernt. „Ich habe Angst um meine Tochter, wenn sie früh zur Schule geht und hinter ihr auf dem Fußweg Autos fahren“, sagt Agnes Gensichen. Als Glücksgriff erwies sich für die Familie das Angebot des Schleußiger Fahrradladens Rückenwind, der allen Test-Teilnehmern einen kostenlosen Fahrradcheck anbot. „Dadurch waren mit einem Schlag alle Fahrräder einsatzfähig, die bei uns im Keller stehen“, erzählt die 36-Jährige. Ihr Mann entschloss sich sogar, zu seinem Büro in Plagwitz zu Fuß zu gehen. „Wenn ich unser Auto dienstlich brauche, kann ich es von dort relativ schnell aus dem Parkhaus Gießerstraße holen“, hat er dabei entdeckt. Auch der Lebensmitteleinkauf wurde neu organisiert: Statt mit dem Auto einmal in der Woche einen Supermarkt anzusteuern, wurde jetzt wieder öfter beim kleinen Händler an der Ecke eingekauft. „Dort kommen wir ja ohnehin oft vorbei“, sagt Gensichen, die in Plagwitz arbeitet. Der Supermarkt wurde nur noch mit Fahrrädern angesteuert – und der Einkauf in den Fahrradtaschen nach Hause transportiert. „Mit Kisten voller Wasserflaschen geht das natürlich nicht“, so die Designerin. „Deshalb decken wir unseren Bedarf jetzt aus unseren Wasserhähnen.“
Andreas Tappert______ STANDPUNKTVon Kai-Uwe BrandtExperimentWas schmerzt, rückt schneller ins Bewusstsein. Und diese Studie tat gewiss weh. Denn das Helmholtz-Zentrum übt in Schleußig den Verzicht. Der Zündschlüssel bleibt liegen, das Fahrrad kommt aus dem Keller. Nur mit diesem Experiment für zehn Anwohner, glauben die Fachleute, ließe sich dem Parkplatzdilemma eventuell die Spitze nehmen. Und der Test zeigt Erfolg. Wer will, der kann – ohne Einbußen bei der Lebensqualität. Allerdings bedeutet der geforderte Sinneswandel tiefe Einschnitte im sonst so mobilen Alltag. Die Welt jedenfalls bricht nicht zusammen, wenn das Auto jwd steht, einem der Sattel näher als das Lenkrad und die Straßenbahn lieber als der Wagen vor der Haustür ist.
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 9. April 2008 (Seite 18)
Parkchaos: Schleußiger starten UmfrageOrganisatoren wollen auch Lösungsvorschläge auf den Prüfstand stellenUm das Parkchaos in Schleußig lösen zu können, werden jetzt die Bewohner des Stadtteils befragt. Durchgeführt wird die Aktion durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Vom 11. bis 16. April werden die Fragebögen im nördlichen Teil Schleußigs ausgeteilt, so die Organisatoren. Es bekomme jeder Haushalt einen Bogen, der innerhalb des Gebietes Könneritz-, Oeser- und Holbeinstraße liegt. Im Mittelpunkt der Aktion steht die Frage, wie die Anwohner die Parksituation in ihrem Stadtteil einschätzen und welche Lösungsvorschläge sie favorisieren. Dabei sollen wichtige Aspekte wie „Sollen mehr Parkhäuser in Schleußig gebaut werden?“ oder „Soll der öffentliche Straßenraum in Schleußig zu Gunsten von mehr Parkplätzen umgebaut werden?“ geklärt werden. Die Organisatoren betonen, dass die Umfrage nur dann das erhoffte Gewicht erhalte, wenn die Schleußiger rege teilnehmen. Die ausgefüllten Fragebögen sollten bis zum 30. April wieder abgegeben werden. Geplant ist, bis zum Sommer einen Ergebnisbericht zu erstellen. Das erhobene Meinungsbild soll dann in die strategischen Planungen zur Ent- spannung der Parkplatzsituation einfließen. Wie berichtet, wächst der Parkdruck in Schleußig stetig: Weil in den vergangenen Jahren im Stadtteil umfangreich saniert wurde und dabei viele großzügige Altbau-Wohnungen auf kleinere Mieteinheiten zugeschnitten wurden, ist die Zahl der Autos deutlich angestiegen. Viele Anwohner stellen jetzt ihre Fahrzeuge auf den extrem breiten Gehwegen ab, was die Unfallgefahren erhöht. Die Stadtverwaltung droht deshalb mit dem Einsatz von Politessen. Deshalb sucht seit Juli 2007 eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Bürgervereins Schleußig, der Stadtverwaltung, der Hochschule für Technik, Kultur und Wirtschaft und des UFZ nach Lösungen. Andreas Tappert_______ Kontakttelefon des Bürgervereins: 0341 8709080.
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 29. Dezember 2007 (Seite 16)
Schleußig: Parkkonzept kommt späterBürgerverein will jetzt Ende Juni Lösungsvorschläge für das Chaos rund um die Brockhausstraße präsentierenDer Bürgerverein „Initiative Schleußig“ hat es nicht geschafft, bis zum Jahresende ein Parkkonzept für seinen Stadtteil vorzulegen. Wie berichtet, arbeitet der Verein gemeinsam mit dem Allgemeinen Automobil-Club (ADAC) sowie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) an einem Plan, der Alternativen für das Parken auf den Gehwegen aufzeigen soll. „Das Thema ist komplexer, als wir eingeschätzt hatten“, räumt Bürgervereinsvorsitzender Tobias Hönemann ein. Ziel sei jetzt, das Konzept bis Mitte 2008 vorzulegen. Große Hoffnungen setzen die Schleußiger auf eine studentische Arbeitsgruppe der HTWK, die von Professor André Sossoumihen vom Lehrstuhl für Verkehrsplanung geleitet wird. Sie ermittelt jetzt den Parkraumbedarf sowie das Parkraumangebot – auch unter Berücksichtigung aller möglichen Optimierungen in öffentlichen Straßenbereichen. Mit diesen Untersuchungen will der Bürgerverein eine aussagefähige Analyse erarbeiten, die den Fehlbedarf an Parkflächen im Viertel belegt und Ansätze für mögliche Lösungen bietet. „Wir sind uns sicher, dass selbst bei einer Optimierung des öffentlichen Verkehrsraumes der heutige Parkplatzbedarf nicht abgedeckt werden kann“, betont Vorsitzender Hönemann. „Somit sind auf jeden Fall auch private Investoren gefragt, die innovative Konzepte für noch bebaubare Flächen entwickeln und damit zur Verbesserung der Stellplatzsituation im Stadtteil beitragen.“ Die Untersuchungsergebnisse der Studenten würden voraussichtlich im Juni vorliegen. Neben den Studenten hat der Bürgerverein noch einen weiteren Verbündeten für den Kampf gegen die Parkplatznot gewonnen: Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ) hat zugesagt, dass es eine wissenschaftliche Analyse des Verkehrsverhaltens der Schleußiger erstellt. Ein Team will dazu ab Februar die Parkgewohnheiten und die Nutzung der privaten Kraftfahrzeuge und anderer Verkehrsmittel der Anwohner erfassen und in das geplante Parkkonzept einfließen lassen. Die Schleußiger würden dazu im Februar Fragebögen erhalten, die möglichst vollständig ausgefüllt zurückgesandt werden sollten. „Natürlich würden wir uns freuen, wenn noch mehr Einwohner unseres Viertels aktiv an der Lösung der Parkprobleme mitarbeiten würden“, sagt Hönemann. Gesucht würden vor allem Anwohner mit Sachverstand. „Wir können uns leider nicht leisten, solchen Sachverstand einzukaufen“, so der Vorsitzende. Interessierte Schleußiger könnten sich an die Adresse des Bürgervereins in der Rödelstraße 8/Ecke Schleußiger Weg wenden oder sich am Kontakttelefon des Vereins unter 0341 8709080 melden. Bei der Lösungssuche mit im Boot sind auch Vertreter des Rathauses. „Die Stadtverwaltung arbeitet jetzt ernsthaft mit“, skizziert Hönemann die Situation. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten sei deshalb, bis Ende Juni ein Parkkonzept zu entwickeln, das die Stadtverwaltung mitträgt. Andreas TappertQuelle: Leipziger Volkszeitung vom 13. September 2007 (Seite 18)
Parkchaos in Schleußig zieht KreiseHinter den Kulissen wird nach Lösungen gesucht
So hat der ADAC am Beispiel der Brockhausstraße durchgerechnet, welche Park-Potenziale durch eine geschickte Nutzung des vorhandenen Straßenraumes erschlossen werden können. Dabei wurde festgestellt, dass beim derzeitigen rechtlich zulässigen Parken parallel zu den Bordsteinkanten 284 Autos abgestellt werden können. Würde dagegen die Brockhausstraße komplett umgebaut und würden zu beiden Seiten Parkplätze schräg zur Fahrbahn eingerichtet, kämen 480 Stellflächen zusammen – noch immer viel zu wenige, um an der fast einen Kilometer langen Straße alle Autos der Anwohner unterzubringen. Sicherheit im Blick Die von vielen Schleußigern geforderte Übergangslösung – also die Einrichtung einer Einbahnstraße, das Absenken von Borden und das Markieren von fischgrätenartigen Stellflächen an einer Seite der Fahrbahn – würde 312 Stellflächen schaffen.
Parkdeck angedacht Gestützt auf diese Zahlen wollen er und seine Mitstreiter im Rathaus Aktivitäten gegen das Parkproblem einfordern. „Es ist nicht unsere Aufgabe, die Verkehrsprobleme zu lösen“, sagt Ina Krause, die der Initiativgruppe „Parken in Schleußig“ angehört, die unabhängig vom Bürgerverein arbeitet. „Aber wir sitzen nicht einfach teilnahmslos da, sondern wollen Entwicklungen anschieben.“ Deshalb ermitteln engagierte Schleußiger derzeit alle privaten Flächen, auf denen sich Stellplätze befinden, die eventuell der Allgemeinheit angeboten werden können. Außerdem werden sämtliche freien Flächen erfasst, die Bauland sind und auf denen neue Stellflächen entstehen könnten. „Auch die HTWK hat uns ihre Hilfe angeboten“, erzählt der Vorsitzende. „Professor André Sossoumihen vom Lehrstuhl für Verkehrsplanung will ab Oktober seine Studenten Ideen entwickeln lassen, wie uns geholfen werden könnte.“ Im städtischen Tiefbauamt hat der Verein angefragt, wie viel Platz für den Aufbau von Parkpaletten benötigt wird, welche Kosten dabei entstehen und wie hoch die Parkgebühren sein müssen, um solche Anlagen zu finanzieren. „In der Stadtverwaltung müssen solche Daten abrufbar sein, denn sie hat ja schon Parkdecks gebaut“, meint Hönemann. Wenn die Daten vorliegen, soll über Fördermittel geredet werden, damit auf neuen Parkdecks in Schleußig vertretbare Preise entstehen können. „Bis Ende des Jahres“, so Hönemanns ehrgeiziges Ziel, „wollen wir ein vernünftiges Konzept für Schleußig auf dem Tisch haben.“ Andreas TappertQuelle: Leipziger Volkszeitung vom 23. August 2007 (Seite 20)
„Verkehrskonzeption stimmt nicht“Bürgerverein Schleußig erarbeitet Lösungen für Probleme / Stadt prüft MöglichkeitenDicht an dicht stehen die Autos in der Brockhausstraße. Und nicht nur dort. Fast ganz Schleußig ist vom Parkchaos betroffen. Zudem gebe es im Ortsteil andere verkehrstechnische Probleme, wie Tobias Hönemann, Vorsitzender des Bürgervereins, erklärt. „Deshalb wollen wir jetzt ein Gesamtverkehrskonzept für Schleußig erarbeiten.“ Dabei gehe es nicht nur um das Problem Brockhausstraße, wie Hönemann deutlich betont. „Die komplette Verkehrskonzeption stimmt nicht in Schleußig.“ Beispiel Könneritzstraße: „Irgendwann muss sie ausgebaut werden“, so Hönemann. „Wie viele Parkplätze fallen denn dann weg?“ Beispiel Rödelstraße: „Wenn die Brücke gebaut wird, ist noch gar nicht klar, welche Umleitung der Bus nehmen wird. So wie es bis jetzt geplant ist, geht es jedenfalls nicht“, meint Hönemann. „Es sind so viele offene Fragen, mit denen wir uns beschäftigen möchten.“
Linda PolenzStandpunktLobenswertDas, was der Bürgerverein in Schleußig auf die Beine stellen will, kann nicht genug gelobt werden. Es gibt viele, die einfach nur meckern – und nur wenige, die tatsächlich etwas tun. Um so wichtiger ist es, dass der Vorstoß der Bürger nicht stiefmütterlich von der Stadt behandelt wird. Die Verwaltung muss sich gemeinsam mit dem Bürgerverein Gedanken um eine Lösung machen. Klar, das Stadtsäckel ist alles andere als prall gefüllt. Aber wenn die Stadt für die Bürger attraktiv sein und bleiben soll, muss in puncto Parkplätze etwas getan werden – und zwar nicht nur in Schleußig, sondern in allen Gründerzeitvierteln. Sonst verliert das Wohnen in diesen Gebieten schnell seinen Reiz. Denn den Mietern nützt das noch so schön sanierte Haus nichts, wenn sie nach der Arbeit erst fünfmal ums Eck kreiseln müssen, um einen Parkplatz zu finden. Und dann ihr Auto letztlich aus Ermangelung einer Lücke doch wieder nur irgendwo wild abstellen können. eMail: Leipzig@lvz.de EinladungAn die
Leipzig, den 24.06.2008
Per E-Mail versendet Sehr geehrte Damen und Herren,
die Arbeitsgruppe Parken in Schleußig lädt zu Ihrem 9. Arbeitsgruppentreffen am 30.06.2008 um 19.00 Uhr in die Bethanienkirche, Stieglitzstrasse 42 in 04229 Leipzig - Schleußig recht herzlich ein.
Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung:
Mit freundlichen Grüßen T. Hönemann EinladungAn die
Leipzig, den 07.01.2008
Per E-Mail versendet Sehr geehrte Damen und Herren,
die Arbeitsgruppe Parken in Schleußig lädt zu Ihrem 6. Arbeitsgruppentreffen am 28.01.2008 um 19.00 Uhr in die Gaststätte "Drei Kastanien" in der Dammstrasse 1 in 04229 Leipzig - Schleußig recht herzlich ein. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung:
Mit freundlichen Grüßen T. Hönemann EinladungAn die
Leipzig, den 15.11.2007
Per E-Mail versendet Sehr geehrte Damen und Herren,
die Arbeitsgruppe Parken in Schleußig lädt zu Ihrem 5. Arbeitsgruppentreffen am 26.11.2007 um 19.00 Uhr in die Gaststätte "Drei Kastanien" in der Dammstrasse 1 in 04229 Leipzig - Schleußig recht herzlich ein. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung:
Mit freundlichen Grüßen T. Hönemann EinladungAn die
Leipzig, den 15.10.2007
Per E-Mail versendet Sehr geehrte Damen und Herren,
die Arbeitsgruppe Parken in Schleußig lädt zu Ihrem 4. Arbeitsgruppentreffen am 29.10.2007 um 19.00 Uhr in die Gaststätte "Drei Kastanien" in der Dammstrasse 1 in 04229 Leipzig - Schleußig recht herzlich ein. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung:
Mit freundlichen Grüßen T. Hönemann EinladungAn die
Leipzig, den 06.09.2007
Per E-Mail versendet Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
die Arbeitsgruppe Parken in Schleußig lädt zu Ihrem 3. Arbeitsgruppentreffen am 24.09.2007 um 19.00 Uhr in die Gaststätte "Drei Kastanien" in der Dammstrasse 1 in 04229 Leipzig - Schleußig recht herzlich ein. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Wir bitten aber ganz besonders diesmal die Verwaltung der Stadt Leipzig, einen Vertreter der jeweilig zuständigen Ämter zu dieser Veranstaltung zu delegieren. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung:
Mit freundlichen Grüßen T. Hönemann EinladungLeipzig, den 04.08.2007
Sehr geehrte Damen und Herren, auf Grund der aktuellen Situation um die Parkplatzproblematik im Stadtteil Schleußig, hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam mit Spezialisten und Behörden der Stadt Leipzig, sowie unter Einbeziehung der HTWK Leipzig nach konstruktiven Lösungswegen zu suchen, um für diese schwierige Situation Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Wir sind uns dessen klar, das dieses Projekt nur Erfolg versprechend sein kann, wenn wir gemeinsam mit den Spezialisten und Entscheidungsträgern der Stadt Leipzig in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe diese Problematik erörtern und erarbeiten können.
Mit freundlichen Grüßen
Verteiler:
An die
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
im Zusammenhang mit dem Parken von Kfz`s in Schleußig haben sich auf Grund nicht nachvollziehbarer kurzfristiger Entscheidungen der Stadtverwaltung Leipzig, Bürgerinitiativen gegründet, die dieses Vorgehen und Verhalten der Stadtverwaltung so nicht hinnehmen möchten. Um nicht nur zu kritisieren, sondern mit Konstruktiven Vorschlägen die Situation zu meistern bzw. zu entschärften, hat sich der Bürgerverein Schleußig als Plattform für die Bildung einer Kommission angeboten. Die erste Zusammenkunft soll am 24.07.2007 um 19.00 Uhr in der Rödelstrasse 8 im Büro vom Bürgervereinsvorsitzenden Herrn Hönemann stattfinden.
Wir möchten hiermit die Vertreter der Initiativen recht herzlich zu diesem Treffen einladen. Da das Platzangebot recht beschränkt ist und die Aussicht auf ein konstruktives Arbeitsergebnis mit einer kleineren Gruppe aussichtsreicher ist möchten wir Sie bitten, Ihre Teilnahme uns vorher mitzuteilen und wirklich nur Vertreter Ihrer Initiative zu delegieren. Mit freundlichen Grüßen T. Hönemann
Lesen Sie:
Arbeitsgruppe Parken in Schleußig Einladung zum 2. Arbeitsgruppentreffen Leipzig, den 17.08.2007
Per E- Mail übermittelt Per Fax übermittelt 4014189 Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
Bezug nehmend auf unser Schreiben vom 04.08.2007 laden wir als Bürgerverein Schleußig die Mitglieder der Arbeitsgruppe sowie die Vertreter der dementsprechenden Ämter der Stadt Leipzig zum zweiten Arbeitsgruppentreffen, was in der Gaststätte "Drei Kastanien" in der Dammstrasse 1 stattfinden wird, recht herzlich ein. Themen:
Mit freundlichen Grüßen Tobias Hönemann Verteiler:
Leipzig, den 23. Juli 2007
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, nach nochmaliger heutiger Rücksprache mir dem Ordnungsamt Leipzig wurde uns die Rückstellung der Entscheidung zwecks Abstrafen der auf dem Fußwegen parkenden Fahrzeughalter bestätigt. Gleichzeitig wir diese Information in der heutigen Ausgabe der LVZ veröffentlicht. Wir denken, dass das ein gutes Zeichen ist, und der Widerspruch der Bürger sich in diesem Fall gelohnt hat. Wir verweisen aber auch darauf, dass die geplante Kommission unbedingt ihre Arbeit aufnehmen sollte und in absehbarer Zeit konkrete Lösungen aufzeigen muss. Mit freundlichen Grüßen
_____________ Lesen Sie auch:
Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 10. August 2007 LESERBRIEFEUnmut über städtisches VorgehenZur Parksituation Brockhausstraße: Als Anwohner der Brockhausstraße 32 möchte ich gegenüber der Stadtverwaltung meinen Unmut über das unüberlegte und bürgerfremde Vorgehen äußern. Ich bin 1997 nach Leipzig zurückgekehrt und nach Schleußig in die Holbeinstraße 17 gezogen. Gegenüber wurden zu dieser Zeit die Lofts gebaut. Da zu dieser Zeit auch in der Holbeinstraße die Parkprobleme größer wurden, bemühte ich mich um einen Stellplatz in der Loftanlage. Leider wurde mir das verwehrt, da man durch die Tiefgarage auch Zugang zur Gesamtanlage bekam und dies nicht für Fremde erwünscht war.
Claudia Friedrich, 04229 Leipzig |